Neue Veranstaltungen geplant

Die Politischen TiergesprĂ€che gehen in die nĂ€chste (Online-) Runde…

Nachdem wir uns im August eine Sommerpause gegönnt haben, gehen unsere Politischen TiergesprĂ€che nun in die nĂ€chste Runde – wie immer am 13. des Monats.

Am 13. September erwartet euch um 19 Uhr ein (digitaler) Tag der offenen TĂŒr, d.h. eine Vorstellung des Projekts das tierbefreiungsarchiv. Auch wenn eine solche Vorstellung in diesem Jahr nur online möglich ist, beantworten wir gern all eure Fragen zum Projekt.

Am 13. Oktober werden wir uns außerdem an den europĂ€ischen Aktionstagen Good Food, Good Farming beteiligen und ab 19 Uhr mit Daniel Wawrzyniak ĂŒber Tierwohl und Tierethik diskutieren.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung! Wie immer gilt jedoch bei unseren Veranstaltungen: Rassismus, Sexismus und andere menschenverachtende Einstellungen lehnen wir strikt ab. Personen und Gruppen, die solche Einstellungen vertreten, sind deshalb nicht willkommen.

Die Corona-Pandemie & das tierbefreiungsarchiv

tierbefreiungsarchiv bleibt fĂŒr Besucher*innen erstmal geschlossen…

Die aktuelle Situation rund um die globale Corona-Pandemie Ă€ndert auch fĂŒr das tierbefreiungsarchiv vieles: Wir mussten unsere geplanten Veranstaltungen fĂŒr das erste Halbjahr absagen, bereits zugesagte VortrĂ€ge und InfostĂ€nde auf verschiedenen Konferenzen und Camps fallen weg und Archivbesuche waren auch unmöglich.

Wir haben dem allen getrotzt und die coronabedingte Zwangspause zumindest dafĂŒr nutzen können, den Umzug unserer Homepage zu vollziehen, an der Erarbeitung von Corona-Forderungen aus der Tierbefreiungsbewegung mitzuwirken und die ersten online stattfindenden Politischen TiergesprĂ€che durchzufĂŒhren.

Nichtsdestotrotz bedeutet die Corona-Pandemie auch weiterhin EinschrĂ€nkungen fĂŒr das tierbefreiungsarchiv, die wir nun (endlich) transparent machen möchten:

Das Haus, in dem sich das tierbefreiungsarchiv befindet, und der zugehörige Verein Treibhaus e.V. haben zwar ein Hygienekonzept fĂŒr die Veranstaltungs- und BĂŒrorĂ€ume ausgearbeitet, sodass das Haus vor Kurzem wieder geöffnet werden konnte, dennoch haben wir uns als Projektteam dafĂŒr entschieden, vorerst auch weiterhin keinen Besuch zu empfangen. Unsere und eure Sicherheit und Gesundheit sind uns wichtig, doch in unseren recht beengten RĂ€umlichkeiten können wir diese momentan nicht garantieren. Deshalb bleibt das tierbefreiungsarchiv auch weiterhin fĂŒr Besucher*innen geschlossen. Falls ihr konkrete Rechercheanfragen habt, werden wir dennoch bemĂŒht sein, diese zu bearbeiten und euch online weiterzuhelfen. Außerdem werden wir versuchen, weitere Online-Veranstaltungen zu organisieren, um auf diese Weise mit euch in Kontakt zu bleiben.

Materialspenden nehmen wir per Post weiterhin gern entgegen – am besten aber mit einer Vorab-Information per Mail. Da viele Veranstaltungen und damit auch InfostĂ€nde wegfallen, die unsere Haupteinnahmequelle fĂŒr finanzielle UnterstĂŒtzung sind, freuen wir uns zudem auch weiterhin sehr ĂŒber Geldspenden.

Sollten im zweiten Halbjahr wieder Veranstaltungen vor Ort oder InfostĂ€nde bei Straßenfesten, Konferenzen & Ähnlichem möglich werden, informieren wir euch selbstverstĂ€ndlich umgehend und freuen uns, euch dann auch wieder persönlich empfangen zu können.

Bis dahin wĂŒnschen wir euch alles Gute – bleibt gesund und besucht uns weiterhin online!

Umzug auf neue Webseite abgeschlossen

Wie wir bereits Ende 2019 angekĂŒndigt hatten, haben wir unsere OnlineprĂ€senz gewechselt. Heute am 03.06.2020 – dem 143. Geburtstag des Pazifisten und Tierrechtsaktivisten Magnus Schwantje – geht die neue Webseite online. Auf der Webseite www.tierbefreiungsarchiv.de findet ihr ab sofort unsere drei Arbeitsbereiche: Archiv – Labor – Fachbibliothek.

Im Archivbereich werden verschiedenste ArchivstĂŒcke gesammelt. Dazu gehören Magazine/ Zeitschriften, BroschĂŒren, Flyer, Akten, NachlĂ€sse und MuseumsstĂŒcke. FĂŒr die bereits verzeichneten ArchivbestĂ€nde findet ihr jeweils eine Datenbank, mit deren Hilfe ihr in den BestĂ€nden recherchieren könnt.

Der Bereich der Fachbibliothek versammelt mittlerweile ĂŒber 500 BĂŒcher in verschiedenen Themenbereichen. Auf der Seite der Fachbibliothek findet ihr ebenfalls eine Datenbank zur ersten Recherche in unseren BuchbestĂ€nden. Weiterhin findet ihr Unterseiten, die nach den Themengebieten der BĂŒcher sortiert sind: Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung, Tier“produkte“/ Tiere als Ware, Human-Animal Studies/ Tierforschung, Landwirtschaft/ Ökologie/ Umwelt sowie weitere BĂŒcher. ErgĂ€nzt wird der Fachbibliotheksbereich durch eine Sammlung von Rezensionen zu einzelnen Werken innerhalb der Fachbibliothek.

Der dritte Bereich ist unser Laborbereich. Hier findet ihr ab jetzt unser SelbstverstĂ€ndnis sowie einen Einblick in unsere eigene Projektgeschichte. Außerdem findet ihr Hinweise zu unseren Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Angeboten an die Tierbewegungen sowie unseren Projekten. Weiterhin könnt ihr auch schauen, wo wir welche UnterstĂŒtzung gebrauchen können und wer uns in den letzten Jahren bereits unterstĂŒtzt hat.

Wir möchten euch darauf hinweisen, dass wir dieses Jahr unseren inhaltlichen Schwerpunkt auf das Projekt Von ‚GemĂŒseheiligen‘ und ‚Veganarchist*innen‘ – Die Erforschung der historischen Tierbewegung legen. NĂ€here Informationen zum Projekt findet ihr in unserem Projektbereich im Labor. Hier versammeln wir eigene Veröffentlichungen vom und ĂŒber das Projekt, stellen Recherchemöglichkeiten vor und einen LiteraturĂŒberblick zur VerfĂŒgung. Hier findet ihr auch unsere Podcast-Reihe zur Geschichte der historischen Tierbewegung.

Passend zum Veröffentlichungsdatum, dem Geburtstag von Magnus Schwantje, prĂ€sentieren wir euch neben unserer neuen Webseite das erste Interview einer Reihe mit Historiker*innen und historisch engagierten Aktivist*innen. Wir konnten fĂŒr das Interview die Historikerin*, Tierrechtsaktivistin* und BegrĂŒnderin* des Magnus-Schwantje-Archivs Renate Brucker gewinnen. Das GesprĂ€ch findet ihr hier.


Zum Hintergrund des Veröffentlichungsdatums:

Wir möchten an diesem Tag auch an den Pazifisten und Tierrechtsaktivisten Magnus Schwantje erinnern. Schwantje wurde am 03.06.1877 in Oldenburg geboren. Schwantje, der in verschiedensten Tierschutzvereinen, vor allem dem Berliner Tierschutzverein, Erfahrungen gesammelt hatte, grĂŒndete 1907 die Gesellschaft zur Förderung des Tierschutzes und verwandter Bestrebungen. Diese wurde 1919 in Bund fĂŒr radikale Ethik umbenannt. Magnus Schwantje verband in seinem Denken Vegetarismus und Tierschutz mit anderen progressiven Bestrebungen, beispielsweise Feminismus oder Pazifismus. WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Bund fĂŒr radikale Ethik aufgelöst und Schwantje floh in die Schweiz, nachdem er aus ungeklĂ€rten GrĂŒnden von einer Deportationsliste der Gestapo gestrichen wurde. Nach 1945 ging Schwantje zurĂŒck nach Deutschland, wo er am 11.09.1959 in Oberhausen verstarb.

Magnus Schwantje
© Magnus-Schwantje-Archiv

Neben den Überschneidungen und Gemeinsamkeiten von verschiedensten UnterdrĂŒckungs-, Ausgrenzungs- und Ausbeutungsstrukturen, die Schwantje erkannte und bearbeitete, thematisierte er auch als einer der wenigen das Thema Jagd im deutschsprachigen Raum. Wir möchten euch Schwantjes Veröffentlichungen ans Herz legen, damit wir als Bewegung(en) diese kritisch weiterentwickeln können.

Außerdem ist Schwantje einer der Vertreter*innen des progressiven Tierschutzes des frĂŒhen 20. Jahrhunderts. Unserer Erachtens sollten diese Traditionen nicht vergessen werden, da es sonst nur bĂŒrgerliche oder gar rechte ErzĂ€hlungen zur Geschichte der Tierschutz-/ Tierrechtsbewegung geben könnte. Die Historikerin* Renate Brucker hat auf der Webseite www.magnus-schwantje-archiv.de die Schriften Schwantjes und einiger anderer Tierschutzaktivist*innen des frĂŒhen 20. Jahrhunderts bereitgestellt.



und jetzt viel Spaß beim Entdecken der neuen Webseite! 😊 Über Feedback (Lob, Kritik, ÄnderungswĂŒnsche, ErgĂ€nzungsvorschlĂ€ge etc.) zur neuen Homepage wĂŒrden wir uns ĂŒbrigens sehr freuen


Artikel online: 35 Jahre die tierbefreier e.V.

Im MÀrz 2020 erschien unter dem Titel 35 Jahre die tierbefreier e.V. und die Bewegungsgeschichte die neue Ausgabe des Magazins TIERBEFREIUNG. Aktive des tierbefreiungsarchivs veröffentlichten darin unter anderem erste Ergebnisse einer Recherche in den eigenen BestÀnden zur Geschichte des Vereins die tierbefreier e.V..

Dieser Artikel wurde nun auf der Magazinseite veröffentlicht: „Abschied von Opas Tierschutz“ – ebenso ein Interview mit dem BegrĂŒnder des VOICE-Magazins, Andreas Bender, das ein Aktivist* des tierbefreiungsarchivs fĂŒhrte.