Angebote an die Tierbewegungen

Einstiegsliteratur

Nachdem bei mehreren Treffen der Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung der Wunsch nach Einstiegsliteratur aufkam, gibt es nun hier eine Liste mit Literaturempfehlungen f√ľr neue Aktivist*innen und Interessierte der Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung. Diese Auflistung beinhaltet Reader und B√ľcher, die unserer Einsch√§tzung nach als Einstieg in Geschichte, Theorien und Debatten der Tierbewegungen geeignet sind. Sie basiert auf den Best√§nden unserer Fachbibliothek (Stand: Mai 2020) und erhebt keinen Anspruch auf Vollst√§ndigkeit. Erg√§nzende Literaturtipps k√∂nnen uns gern zugeschickt werden.


Podcast: Politische Tiergespräche

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihe Politische Tiergespräche sind hier zu finden.


Veranstaltungsangebote

Dar√ľber hinaus hat das Projekt “das tierbefreiungsarchiv” verschiedene Angebote an die Tierbewegungen ausgearbeitet, die bei Interesse per E-Mail angefragt werden k√∂nnen. Dazu z√§hlen Vortr√§ge, Workshops, Tagesseminare und Ausstellungen zu verschiedenen Themen.

Vorab: F√ľr die Durchf√ľhrung erwarten wir keine Honorarzahlungen (wenn sie vorhanden sind, werden sie selbstverst√§ndlich gern zur Weiterfinanzierung des Projekts genommen), ben√∂tigen aber eine Erstattung der Fahrtkosten (meist Bahn, 2. Klasse, mit Bahncard 25). Bei den Tagesseminaren kommen noch Materialkosten f√ľr Moderationsequipment hinzu. Au√üerdem werden meist gew√ľnscht: √úbernachtungsm√∂glichkeiten bei Aktivist*innen f√ľr ein bis zwei Personen, Getr√§nke und Verpflegung (Essen oder kleine Snacks) f√ľr ein bis zwei Personen sowie Platz f√ľr unseren Info- & Merch-Tisch (bitte inklusive Tisch).

‚ÄěBefreiung h√∂rt nicht beim Menschen auf‚Äú lautet einer der Slogans der Tierbefreiungsbewegung. Befreiung auf allen Ebenen ‚Äď das wollen auch Anarchist*innen. Was liegt also n√§her, als sich die √úberschneidungen beider Bewegungen anzusehen? Passend zum Titelthema der TIERBEFREIUNG 102 widmet sich der Vortrag unterschiedlichen Aspekten dieser Gemeinsamkeiten. Zwei historische, biografische Beitr√§ge werden von neueren Diskussionsstr√§ngen gefolgt, bevor in einem weiteren Schritt ein anarcha-veganer Organisationsansatz f√ľr die bio-vegane Landwirtschaft erkundet wird. Abschlie√üend werden in einem Ausblick (√ľber)regionale Projekt- bzw. Organisationsvorschl√§ge gemacht.

Methodik: Vortrag
Zeit: 60 min. plus Diskussion
Aufwand: gering
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel

“Neonazis kapern Tierschutzdemonstration”, “Rechte entdecken Tierschutz f√ľr sich” ‚Äď so oder so √§hnlich klingen Schlagzeilen, wenn √ľber die Thematik ‚Äěrechte Strukturen und Tierschutz‚Äú geschrieben wird. Es scheint als w√§re dies ein neues Ph√§nomen und einzig und allein rechte Mimikry. Doch ist dieses Ph√§nomen wirklich so neu und nutzen rechte Personen und Gruppen die Tierbewegungen nur als Deckmantel f√ľr ihre Ideologien? Der Vortrag besch√§ftigt sich genau mit diesen Fragen. In einer chronologischen Darstellung werden Ankn√ľpfungs- und Thematisierungsversuche von rechten Parteien, Gruppen oder Einzelpersonen in Tierbewegungen vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Ankn√ľpfungsversuchen an Aktionen der Tierbewegungen. Weiter wird es um Debatten und Gruppen gehen, die sich innerhalb der rechten Szene mit ‚ÄěTierfragen‚Äú und/ oder Vegetarismus/ Veganismus besch√§ftigen. In einem zweiten Teil werden m√∂gliche Umgangsstrategien von Seiten der Tierbewegungen vorgestellt. Im Fokus soll der Umgang mit rechten Personen und/ oder Gruppen in Vereinen sowie w√§hrend Veranstaltungen und Aktionen stehen. Hierbei ist auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der Tierbewegungen wichtig.

Methodik: Vortrag
Zeit: 90 min. plus Diskussion (inkl. Pause während des Vortrags)
Aufwand: gering
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel

Die Mensch-Tier-Verh√§ltnisse der Moderne befinden sich scheinbar im Wandel: Fleischproduzierende stellen vegane Burger her, eine vegane Mensa er√∂ffnet in Berlin. Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Blockaden und vielen weiteren Aktionen bringen Aktivist*innen die Schreie der Tiere in den √∂ffentlichen Raum. Selbst der wissenschaftliche Elfenbeinturm, in dem Tiere lange Zeit nur als (Versuchs-)Objekte vorhanden waren, √∂ffnet sich f√ľr neue Blickwinkel auf die tierlichen Mitbewohner*innen dieses Planeten. Wer sich jedoch n√§her mit den Bewegungen f√ľr die Rechte der Tiere oder den Veganismus besch√§ftigt, kann sich in den Weiten der scheinbar zersplitterten Bewegung verlieren: Von b√ľrgerlichen Tiersch√ľtzer*innen, esoterischen Veganer*innen, rechtsradikalen Tierrechtler*innen bis hin zu Veganarchist*innen und marxistischen Tierbefreier*innen tummeln sich scheinbar die verschiedensten politischen Ans√§tze. In einem ersten Teil wird sich der Vortrag in einer historischen Perspektive mit den Tierbewegungen des ausgehenden 19. und fr√ľhen 20. Jahrhunderts besch√§ftigen. In einem zweiten Teil werden aktuelle und zeitgeschichtliche Entwicklungen der Bewegungen nachverfolgt. Einen Einblick in den Vortrag gibt es bereits von einer Vorlesungsreihe an der Universit√§t Kassel.

Methodik: Vortrag
Zeit: 90 min. plus Diskussion
Aufwand: gering
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel

“Neonazis kapern Tierschutzdemonstration”, “Rechte entdecken Tierschutz f√ľr sich” ‚Äď so oder so √§hnlich klingen Schlagzeilen, wenn √ľber die Thematik ‚Äěrechte Strukturen und Tierschutz‚Äú geschrieben wird. Es scheint als w√§re dies ein neues Ph√§nomen und einzig und allein rechte Mimikry. Doch ist dieses Ph√§nomen wirklich so neu und nutzen rechte Personen und Gruppen die Tierbewegungen nur als Deckmantel f√ľr ihre Ideologien? Der Workshop teilt sich in insgesamt drei gr√∂√üere Bl√∂cke. Im einf√ľhrenden Teil werden vor allem historische Traditionslinien rechter Tierschutzargumentationen vorgestellt. Nach einem kurzen Inputreferat werden in Kleingruppen einzelne historische Dokumente rechter Tierschutztraditionen untersucht. Der zweite Block legt den Schwerpunkt auf aktuelle Entwicklungen. Wann und wie nutz(t)en neu-rechte Akteure Tierschutz und/ oder Vegetarismus/ Veganismus? In welchen Kontexten tauch(t)en die Themen auf und wo und wann tauch(t)en rechte Personen oder Gruppen auf Tieraktionen auf? Nach einer chronologischen Vorstellung der Jahre 2006 bis 2016 werden Fragen aufgeworfen, welche Rolle die Tierbewegungen selbst in diesem Zusammenhang spielten und spielen. In Form eines Zitate-Quiz wird gefragt: Tierschutzrecht oder rechter Tierschutz? Im drittel Teil des Workshops werden Umgangsstrategien miteinander diskutiert. Vom formellen Ausschluss rechter Personen aus Vereinen √ľber die Frage nach Demonstrationsbeteiligung durch rechte Gruppierungen bis hin zu Vorschl√§gen zur eigenen Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Stereotypen werden Vorschl√§ge unterbreitet und √ľber eigene Erfahrungen und Umgangsstrategien gesprochen.

Methodik: Workshop
Zeit: 360 min. plus Pausen (120 min.)
Aufwand: mittel
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel, Flipchart-/ gro√ües Papier, Stifte, Moderationskarten, Kopien von Textvorlagen; au√üerdem eine K√ľche zur Selbstversorgung oder externe Verpflegung der Teilnehmer*innen

In der ersten Werkstatt m√∂chten wir uns der Frage nach den Quellen der Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung stellen. Woher beziehen wir Informationen √ľber die Vergangenheit der Bewegung? Wie k√∂nnen wir die Quellen der Bewegung finden und vor allem wo? Es wird eine Einf√ľhrung in die Arbeit mit Quellen geben. Dazu kommen die ersten Versuche der Arbeit mit den Quellen.

Methodik: Tagesseminar
Zeit: 480 min. plus Pausen (180 min.)
Aufwand: hoch
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel, Flipchart-/ gro√ües Papier, Stifte, Moderationskarten, Kopien von Textvorlagen, Methodenkoffer “Historische Tierbewegung”; au√üerdem eine K√ľche zur Selbstversorgung oder externe Verpflegung der Teilnehmer*innen

Der Schwerpunkt der zweiten Geschichtswerkstatt liegt r√§umlich auf der Stadt Dresden. Dieser kann aber auf Wunsch mit zeitlichem Vorlauf an die jeweilige Stadt angepasst werden, sofern sich historische Best√§nde finden lassen. In zwei gr√∂√üeren Bl√∂cken werden wir unterschiedliche Fragen zum Umgang mit Quellen und deren Verarbeitungsm√∂glichkeiten nachgehen. Die Teilnehmer*innen der Werkstatt werden sich in einem ersten Block mit Publikationsformen besch√§ftigen, die historische Quellen bearbeiten. Wie ist ein geschichtswissenschaftlicher Text oder eine historische Dokumentation aufgebaut? Wie pr√§sentieren sie die Quellen? Wie kann Geschichte dargestellt werden? Das sind die Fragen, die in Bezug auf Aufs√§tze und Dokumentationen besprochen werden k√∂nnen. Im zweiten Block werden Quellen zur Tierschutzgeschichte aus Dresden im Mittelpunkt stehen. Anhand von Flugbl√§ttern, Statuten und mehr soll sich ein erster √úberblick √ľber die Geschichte des Tierschutzes in Dresden verschafft werden. Hier werden Fragen nach Kontinuit√§ten und Br√ľchen innerhalb der zeitlichen Entwicklung diskutiert. In einem letzten Teil soll aufbauend auf die gesammelten Erkenntnisse eine Diskussionsrunde zum Sinn von historischer Arbeit f√ľr die Tierrechts- oder Tierbefreiungsbewegung durchgef√ľhrt werden.

Methodik: Tagesseminar
Zeit: 480 min. plus Pausen (180 min.)
Aufwand: hoch
Material: Raum, Bestuhlung, Beamer, Leinwand, VGA-Kabel, Flipchart-/ gro√ües Papier, Stifte, Moderationskarten, Kopien von Textvorlagen, Methodenkoffer “Historische Tierbewegung”; au√üerdem eine K√ľche zur Selbstversorgung oder externe Verpflegung der Teilnehmer*innen

Die Ausstellung zeigt anhand einiger Zitate linker Theoretiker*innen die Geschichte des gemeinsamen Kampfes f√ľr die Befreiung von Mensch und Tier. Die Ausstellung wird zurzeit √ľberarbeitet, kann hier aber demn√§chst heruntergeladen und dann als Dauerausstellung selbst produziert werden.

Methodik: Ausstellung (DIY)
Zeit: 60 min.
Aufwand: mittel
Material: Downloadlink/ Kopiervorlagen, Drucker/ Kopierer, Papier, Laminiergerät und -folien oder Bilderrahmen, Raum und Equipment zum Aufhängen